Du bist. Ende der Geschichte

Kürzlich währen einem Apéro sprach ich mit einigen Kolleginnen und dabei blieben einige Sätze hängen. 

Ich sage das lieber gleich vorneweg, ich mag Kinder total, aber ich möchte selber keine. Nur damit du Bescheid weisst. 

Wir unterhielten uns über die Abenteuer, welche ich mit Klein J. erlebe und wie wir in der letzen Zeit angefangen haben Ausflüge zusammen zu unternehmen. 

Ich hatte ein total gestörtes Selbstbild von meinem Äusseren und wenn ich Fotos von mir sehe, hilft das mir mich selber besser einschätzen zu können. 

Beides an sich total unterschiedliche Sätze, aber beides wurde von zwei tollen Frauen geäussert und beide Sätze habe ich in dieser oder anderen Form (bisher) nur von Frauen gehört.

Ist es nicht unglaublich, dass Frauen sich ab einem bestimmten Alter schon im Vornherein rechtfertigen müssen, dass sie keine Kinder haben möchten?! Schliesslich ist das eine ganz persönliche Entscheidung, welche nur die Frau selber und allenfalls ihren Partner oder ihre Partnerin etwas angeht. Pony M. Psychologin und mittlerweile vor allem Schweizer Autorin, Kolumnistin und Comedian (wer sie nicht kennt, lest mal ihre Beiträge beispielsweise hier), bringt es auf den Punkt:

Wenn ich in der Vergangenheit eins gelernt habe, dann, dass es kein extremeres Trigger-Thema gibt als Kinder. Ich habe schon ganze Texte über komplett andere Themen geschrieben – wenn da nur ein Satz über Kinder drin steht, drehen sich die Diskussionen in den Kommentarspalten garantiert diesen einen Satz. 

Pony M.  Hier gibt es den ganz Text über ihre gewählte (bisherige) Kinderlosigkeit.

Frauen reduzieren sich auf ihr Äusseres und meinen sich rechtfertigen zu müssen, wieso sie keine Kinder haben. Während Männer Karriere machen und munter noch ein Bier öffnen. Zugegeben das ist wahnsinnig überspitzt formuliert und ich kämme gerade alle über den gleichen Kamm, aber wieso zur Hölle kümmern wir Frauen uns überhaupt so wahnsinnig um unser Äusseres? Ich will damit nicht ausdrücken, dass wir uns nicht mehr schminken sollen und uns zurechtmachen, wenn wir das gerne machen. Ich persönlich liebe es mit unterschiedlichen Schminkstilen zu spielen, an einem Tag roten Lippenstift zu tragen und am anderen einen dramatischen Lidstrich. Aber statt dass wir uns selber wertschätzen (ja auch unser Äusseres), kämpfen wir darum noch jedes kleines Stückchen unserer selbst zu optimieren, schauen in den Spiegel und sehen nur Makel. Unglücklich ziehen wir den ganzen Tag den Bauch ein, essen Abends keine Kohlenhydrate und beobachten uns innerlich selber den ganzen Tag. 

Photo by Brad Lloyd on Unsplash

Schau in den Spiegel, versuche dich zu sehen, lächle, strahle und dann vergiss dein Äusseres. 

Wir Frauen haben so viel Potential, anstatt die Energie mit unserem Äusserem oder mit dem Äusserem der tollen Instagram-Mami, welche ihr Leben (scheinbar) total im Griff hat, zu verschwenden, nutzt die Energie und macht das was euch Spass macht, euch bereichert lasst euch weder auf euer Äusseres oder auf eure Lebensumstände reduzieren!

Ob du jetzt Kinder hast oder nicht, dünn, dick, kurvig, Birnenförmig, klein gross, rothaarig oder blond bist, spielt alles keine Rolle. Wie du dich damit fühlst ist wichtig. 

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